Ich stehe hier alleine, von zu Hause weggerannt,
alle Ampeln sind auf Rot, in dieser Stadt,
in diesem Land.
Doch wo, wo soll ich hingeh'n, 'ne Wohnung
hab ich nicht,

Am besten in die nächste Kneipe und dort
besauf' ich mich.



ich schieß mich weg,
schlafe, lebe, lieg im dreck
dies ist echt
im ernst ich verdien respekt
vergieß im bett allein alles leise dahin
nimm meine schuhe lauf ne meile darin
Ich wollte kein Held für Niemanden sein
das ist meine Welt so schnell lass ich Niemanden rein



Das Säurebad, die ausschlachtenden Blicke,
der tägliche Gang durch einen Käfig voller Messer,
die verbalen Angriffe auf der Straße, die dich treffen wie Bombardements,
doch die Angst, die dir die Lippen zunäht.
Der Alltag der dich täglich zerstümmelt,
und das sprachlose Ertragen,
die Erniedrigung gehorchen zu müssen,
obwohl der Puls in deinen Schläfen schreit.

Papa´s Flinte geladen im Mund neben dem Maisfeld
Probleme sind meist Geld, selten Gewinne
orientierungslos sein in einer Welt voller Sinne, das ist
Aussichten blickst du nie, Ausbildung kriegst du nie
geschlagen werden in der Schule weil du nicht bist wie sie
weil du nicht tickst wie die Fähnchen im Wind
Du nicht aussiehst wie Bilderbuchkerle bei Mädchen im Spind, das ist
darauf hat der Hund geschissen, leben im Ungewissen
tagelang nur rumzusitzen, labern, dann sich dumm zu kiffen
Wir haben keine große Wahl
Die Welt ist nicht gegen uns. Nein, wir sind ihr bloß egal


Die Narben, die ich trage, bilden eine Karte von dem Weg, den ich bis heute ging'
Versuch nicht zu versteh'n, Du mußt den Weg alleine geh'n
Und alten Spur'n zu folgen macht einfach keinen Sinn
Wäre trotzdem nett, wenn Du Dich an uns erinner'n tätst

Ihr habt mich vergessen - in Palästen die heut' Ruinen sind


Gefühlsbonzentreffen.
Güteklasse a.
All die lächelnden Fressen sind auch schon da.
Die Stimmen sind leise,
die Musik viel zu laut.
Jeder Durchblick wird von Teelicht-terror verbaut.
Jeder ansatz von party im Keim erstickt.
Heut wird die Seele ordentlich durchgefickt.
Esoterisch durchgefickt.
 

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